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Reppert, Rudolf Artur Dr.



Dr. Rudolf Artur Reppert

(*1.6.1881 St. Johann b. Saarbrücken, +24.4.1968 Bad Honnef)


Dr. Rudolf Artur Reppert
Quelle: Heimat-Kalender Rhein-Wied-Kreis

Landrat des Kreises Neuwied von November 1933 bis Kriegsende 1945, Chemiker, Unternehmer

Dr. Reppert stammte aus einer Unternehmerfamilie, die seit dem 17. Jahrhundert Glashütten betrieb. 

1914 Teilnahme am 1. Weltkrieg als Offizier in der 2. Garde-Division, am 11.11.1914 bei Ypern schwere Verwundung (Zertrümmerung des rechten Oberarms, 60% kriegsbeschädigt)

1919 schied Reppert aus der Oldenburgischen Glashütte AG aus (nach eigener Darstellung wegen seiner Kriegsverletzung) und zog nach Rheinbreitbach um, wo seine Frau vom Rest ihres Vermögens das "Haus Hubertus" erwarb.
Am 1. August 1930 trat Reppert in die NSDAP ein und wurde der erste Nationalsozialist von Rheinbreitbach sowie Ortsgruppen- und Stützpunktleiter. 

Nov. 1931 - 20.5.1933 war Reppert Kreisleiter von Neuwied-Nord mit Sitz in Rheinbreitbach, weil der Neuwieder Kreisleiter Dern kein Auto hatte, um den nördlichen Teil des Kreises zu betreuen. Anfang 1933 gab es in 30 Ortschaften etwa 75 Parteigenossen (Pg).


Reppert rühmt sich in einem Schreiben vom 13.5.1933, seinen Kreis Neuwied Nord "aus einer Zentrumshochburg" schon vor dem Januar 1933 zu einem "nationalsozialistischen Bollwerk" gemacht zu haben

Am 27.4.1933 wurde Reppert vom Koblenzer Regierungspräsidenten Sybel vertretungsweise für den beurlaubten Landrat Dr. Grossmann zum Landrat von Neuwied berufen, dann zum 1.12.1933 definitiv.
Nach dem Krieg wurde Reppert 1949 nach mehreren Revisionsverfahren von der Spruchkammer Koblenz als "Minderbelasteter" eingestuft.

Reppert wohnte seit ca. 1919 in der Hauptstraße im Haus Hubertus (heute steht hier die Volksbank). 1935 übergab Reppert Haus Hubertus der Landjahrjugend. 


Vor seinem Haus Hubertus, Dr. Rudolf Reppert (sitzend, helle Haare) mit Sturm 7/28 im Jahr 1931
Quelle: Heimat-Kalender Rhein-Wied-Kreis 1936, 9

Als Landrat erbaute sich Dr. Reppert im Berggelände bei Rheinbreitbach die Villa "Reppertsberg", die auf Kosten der Gemeinde mit einem langen Verbindungsweg und einer Wasserleitung erschlossen werden musste.

Neben dem Bau der Rheinblickstraße durch den Reichsarbeitsdienst (RAD) fiel in seine Zeit auch der Bau des Waldschwimmbads sowie der Straße zum Auge Gottes.






Weitere Informationen: Zur nationalsozialistischen Machtergreifung im Kreis Neuwied siehe Link und Link.

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