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Pressespiegel


2013


Neuer Führer für einen Ortsrundgang durch Rheinbreitbach




Quelle: Bonner Generalanzeiger, 17.5.2013



Neuer Internetauftritt des Heimatvereins Rheinbreitbach




Neue Homepage des Heimatvereins Rheinbreitbach
Quelle: Bonner Generalanzeiger, 13.5.2013 

Zur Wanderung auf den Spuren des ehemaligen Wasserwirtschaftungssystems der Grube St. Marienberg



Grube Sankt Marienberg

Vereine laden zu historischer Wanderung

RHEINBREITBACH.  Zu einer historischen Wanderung laden der Heimatverein und der Sankt-Josephs-Bürgerverein Rheinbreitbach für Samstag, 20. April, ein. Ziel der Wanderung ist das ehemalige Wasserwirtschaftssystem der Grube Sankt Marienberg. Dort begeben sich die Teilnehmer auf die Spuren von Bergwerksteichen, Kunstgräben und Wasserrädern.
Im Harz oder im Erzgebirge sind die umfangreichen Wasserwirtschaftssysteme der historischen Bergwerke als Weltkulturerbe geschützt. Nur wenige Bürger wissen, dass es in der Region ähnliche Anlagen gab.
Schon vor mehr als 250 Jahren wurden die Bachläufe der näheren Umgebung mit Hilfe von Dammanlagen aufgestaut und das Wasser über Hunderte von Metern durch Gräben zu den Wasserrädern und Maschinen des Bergwerks umgeleitet.
Die geführte Wanderung über etwa drei Stunden geht teils abseits der Wege durch den Wald, vorbei an den verbliebenen Spuren dieser Anlagen. Der Heimat- und Bergbaukenner Jürgen Fuchs gibt vor Ort Erläuterungen zu der interessanten alten Technik und deren geschichtlicher Entwicklung.
Festes Schuhwerk und wetter- und waldgerechte Kleidung werden empfohlen. Gäste sind herzlich willkommen. Unterwegs gibt es immer wieder eine kleine Getränke- und Stärkungspause für alle. Die Teilnahme an der Wanderung ist kostenlos. Über eine Spende würden sich die Veranstalter freuen.
Info: Treffpunkt ist am Samstag 20. April, um 14 Uhr an der Rheinbreitbacher Pfarrkirche.


Quelle: Bonner Generalanzeiger 7.4.13


Rückblick des langjährigen Vorsitzenden des Heimatvereins Rheinbreitbach, Bernd Hamacher 



Heimatverein Rheinbreitbach

Langjähriger Vorsitzender zieht Bilanz und tritt etwas kürzer

RHEINBREITBACH.  Wenn Bernd Hamacher über sein spätes Lebenswerk spricht, muss er an einer Stelle etwas schelmisch grinsen. Dass heute ein derart liebevoll und aufwendig gestaltetes Heimatmuseum in Rheinbreitbach steht, ist vor allem Vitamin B zu verdanken. Sprich: den guten Kontakten des heute 76-Jährigen zur Lokalpolitik.

Im 'blauen Salon' des Heimatmuseums: Bernd Hamacher mit einer Bibel aus dem Jahr 1835. Foto: Frank Homann


Das Gebäude sollte ursprünglich nämlich einem Neubau mit Einkaufsmöglichkeiten weichen. "Das haben wir dann unter der Hand geregelt", lacht Hamacher. Auf einmal stand das Grundstück und das Gebäude unter Denkmalschutz. Einkaufen nein, Museum ja.

Es hat fast den Anschein, als wäre das Leben für Bernd Hamacher 1994 erst so richtig losgegangen. Der Frühpensionär war gerade in den Vorstand des Heimatvereins gewählt worden, als er sich dem Aufbau des Museums widmete. Zunächst in seiner Funktion als Archivar, ab 2004 dann als erster Vorsitzender, der er seit Mittwochabend nun nicht mehr ist.

Doch von vorne: Ursprünglich wollte Hamacher Historiker werden. "Das war schon immer mein Traum." Doch weil das Geschichtsstudium keine guten Berufsaussichten bot, studierte er stattdessen Bergbau. Wie sich die Zeiten ändern. Doch was den Bergbau und seine finsteren Aussichten angeht, hatte Hamacher Glück im Unglück.

Im Rheinbreitbacher Kupfererz-Abbau verletzte er sich bei der Arbeit in den Semesterferien so schwer, dass das Studium für ihn gelaufen war. So wurde er Computerfachmann bei IBM und ging mit 56 Jahren in den Vorruhestand. "Der Historiker hat aber immer in mir geschlummert", sagt er rückblickend. Vielleicht kam daher der große Eifer, mit dem er nach seiner Pensionierung anfing, das Museum aufzubauen.

Das war 1994. Und das Museum bestand eher aus einem ungeordneten Sammelsurium in zwei unstrukturierten Räumen. Viele historische Exponate waren im Ort verteilt. "Ein unbefriedigender Zustand." Doch bevor es richtig losging, holte Hamacher in Köln noch sein Geschichtsstudium nach, knapp 40 Jahre nachdem er damals den Daumen gesenkt hatte. "Da habe ich meinen Traum verwirklicht", sagt er heute.

1997 setzte er dann die bestehenden Ideen für das Museum in die Tat um. Durch das Resultat führt er heute noch Schülerklassen. Nicht ohne Stolz. Zwölf detailreich gestaltete Themen-Räume zählt das Museum, zu denen die mehr als 300 Mitglieder des Heimatvereins natürlich ihren Teil beigetragen haben. Hamachers Lieblingsraum beschäftigt sich übrigens mit dem Bergbau in Rheinbreitbach.

Doch nicht nur auf das Museum ist er stolz: "Die Mitgliederzahl des Heimatvereins hat sich in meiner Zeit verdoppelt", berichtet er. Und auch das jährliche Heimatheft, das sich mit immer anderen historischen Themen rund um Rheinbreitbach auseinandersetzt, ist sein Baby.

Bernd Hamacher hat Beeindruckendes auf die Beine gestellt in den vergangenen 19 Jahren beim Heimatverein. Doch jetzt kann und will er nicht mehr. Seit er vor zehn Jahren einen Autounfall verursacht hat, muss ihn seine Frau kutschieren, eine Unterschenkel-Amputation erschwert ihm das Gehen. Als Dank für seine Leistungen wurde er nun zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Sichtlich gerührt sagt er: "Das hat mich sehr gefreut." Um dann sofort klarzustellen: "Ich bin ja nicht weg vom Fenster. Das war eine tolle Zeit, aber ich möchte jetzt nur aus der Verantwortung raus und etwas unabhängiger sein." Beratend steht er dem Heimatverein immer zur Verfügung.


Quelle: Bonner Generalanzeiger, 14.3.2013